Geschichte

Traditionsreichster Gasthof im Sauerland

Die Balkeninschrift über dem Eingang des Gasthofs „1460 • 1774 • 1949“ bekundet die Geschichte unserer Familie. Nachweislich in der 18. Generation wirken „Schütten“ hier auf eigenem Hof. Reisende werden seit etwa drei Jahrhunderten beherbergt. Eine lange Zeit, die wir Ihnen hier gern in aller Kürze – und soweit in alten Archiven dokumentiert – vorstellen, indem Sie eine Jahreszahl Ihrer Wahl aufrufen und sich über die Geschichte unseres Landhotels informieren.

1460 - 1629

1460: Beginn der Bewirtschaftung des Hofes durch Domius Petrus Schütte, Vorfahr einer langen Ahnenreihe. Als freie Bauern waren er und seine Familie dem nahe gelegenen Kloster Grafschaft, einer 1072 gegründeten Benediktinerabtei, zugehörig.

1551: Die Ahnentafel benennt Simon Schütte, der Amtsmann und Befehlshaber der Besatzung auf Burg Bilstein war. Aus dieser Zeit resultiert wahrscheinlich die Armbrust in unserem Wappen. Dieses Symbol für den Schützen gilt auch als Ursprung unseres Namens Schütte.

1629: Johann Schütte pachtet die Zollstelle an der alten Handelsstraße zwischen Köln und Leipzig für 12 Reichstaler an. 

ab 1700

Das Wirtshaus in Oberkirchen, an der alten Handelsstraße von Köln nach Leipzig gelegen, war schon im frühen 18. Jahrhundert Herberge für Reisende mit Pferdekutschen und Wagen. Hier wurden die Pferde ausgewechselt für die beschwerliche Route über den Kahlen Asten.

Die Reisenden fanden Rast und Stärkung; in der Wirtsstube wurden selbstgebrannter Schnaps und Bier gereicht und in dem kleinen Kramladen (der heutigen Bauernstube) fand man Nötiges für die Reise. Handgeschmiedete Eisenringe im alten Gemäuer sind geblieben, an denen die Pferde der Reisenden und der Gasthausbesucher angebunden wurden.

Ältere Verzehrrechnungen notieren neben Kost und Logis auch Stallplatz, Stroh und Fourage.

1717-1774

1717: Johann Hermann Schütte, der sich als Bauernrichter einen Namen machte, betreibt zusätzlich zum Hof einen Eisenhammer an der am Hof vorbeifließenden Lenne. Mit dem von Wasserkraft getriebenen Hammer schmiedet er Eisen als sogenanntes Halbzeug für die Herstellung von damals üblichen Gebrauchsgütern.

1774:
Der Hof brennt ab. Schöffe Johann Hermann Schütte und seine Ehefrau Christine Vollmers errichten ein neues, großes Fachwerkhaus. Auf eigene Kosten aus gekauftem Bauholz - wie die alte lateinische Hausinschrift berichtet.

1806-1860

1806-1847: Friedrich Anton Schütte erkennt die zentrale Stellung Oberkirchens als Kirchdorf im oberen Lennetal für die umliegenden Bauernschaften Almert, Wolfskuhle, Vorwald und kleinen Dörfer  Winkhausen, Niedersorpe, Nordenau, Westfeld, Lengenbeck und Inderlenne. Zeit seines Lebens entwickelt er das alte Wirtshaus zu einem neuen Gasthaus weiter und legt so den Grundstein für die Gastlichkeit im Hause Schütte.

1860:
Wilhelm Schütte verweigert die preußische Dienstpflicht, wandert über London nach Amerika aus und gründet dort ein großes Handelshaus

1896

Friedrich Anton (1806–1847)  entwickelte das alte Wirtshaus zu einem neuen Gasthaus. Die Wanderbewegungen und das Jagdwesen führten um die Jahrhundertwende die ersten auswärtigen Gäste ins Sauerland, die dann im Gasthaus logierten. Um- und Anbauten wurden erforderlich. Neben der bis in die fünfziger Jahre intensiv betriebenen Land- und Forstwirtschaft entwickelte sich ein ganz neues Gewerbe. Der erste Feriengast, Sommerfrischler genannt, kehrte 1896 ein.

Mit „Die Acht vom Sauerland“ gründet sich Anfang des 20. Jahrhunderts die erste Kooperation der sauerlandweit führenden Hotels. Sie besteht bis heute - allerdings unter neuem Namen: Landhotels im Sauerland.

1949

Die letzte Zahl im Balken über der Eingangstür erinnert an die Restaurierung und Wiedereröffnung des Gasthofs nach den schrecklichen Kriegsereignissen in Oberkirchen (Ostern 1945).

1969

In diesem Jahr konnten Anton Schütte (1926 – 1994) und seine Frau Gertrud, geb. Feldmann-Hömberg, eine entscheidende Betriebserweiterung durch Zukauf des Nachbargrundstücks vornehmen. Das Foto des Paares wurde Anfang der 70er Jahre aufgenommen.

1970-1994

In diesen Jahren entstand in Abschnitten das heutige Giersberghaus mit zeitgemäßen Schlafzimmern und Appartements, Hallenbad, Speisesaal, neuer Küche und großer Wohnhalle mit Feststube. Das alte Haus blieb unverändert und behielt seinen besonderen Reiz, die neuen Anbauten wurden so gestaltet, dass sie den heutigen Ansprüchen genügen.

1994

Seit 1994 führt Karl Anton Schütte mit vielen neuen Ideen beim Ausbau von neuen Appartements und der Gestaltung der Wein- und Speisekarte das anspruchsvolle Haus.

1997

Krönender Abschluss dieser kontinuierlichen Erweiterung war 1997 der Umbau des gesamten Badebereichs.

2006-2010

Die „Alte Stickerei“ wird zur luxuriösen Ferienwohnung um- und ausgebaut. Ebenso werden zwei Etagen des Giersberghauses aufwendig renoviert: Verschiedene Zimmer werden über Türen und Durchbrüche zu Familienzimmern bzw. Appartements. Kunstvolle Glasarbeiten, warme Farben, edle Hölzer und Stoffe machen diese Zimmer zu Wohlfühloasen mit privatem Wellnessbad.